KAUSA

Die Koordinierungsstelle Ausbildungund Migration (kurz: KAUSA) wurde bereits 1999 mit dem Ziel geschaffen, die duale Ausbildung in Betrieben von Migrantinnen und Migranten zu fördern.

 

Anfangs bei der IHK zu Köln und der HWK Köln angesiedelt, wechselte KAUSA 2002 unter das Dach des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). In den kommenden Jahren wurde die Zusammenarbeit auch auf andere Institutionen ausgeweitet. KAUSA forcierte die bessere Vernetzung regional agierender Ausbildungsprojekte und bildete zugleich eine Lobby für die Selbstständigen mit Migrationshintergrund auf Bundesebene.

 

2006 erfolgte der Wechsel von KAUSA aus der Trägerschaft des DIHK hin zum Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert wird. Im Rahmen von JOBSTARTER konnte KAUSA stärker ganzheitlich arbeiten und begann seit dem Wechsel nicht mehr nur bestehende Projekte zu koordinieren, sondern auch eigene Projekte zu initiieren.

 

In den Jahren seit der Gründung von KAUSA ist nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter gewachsen, sondern auch die Aufgaben und Ziele, denen sich KAUSA verschrieben hat. Neben den Unternehmen mit Migrationshintergrund sind vor allem die Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie deren Eltern in den Fokus der KAUSA-Arbeit gerückt.

 

Die 2013 initiierten KAUSA Servicestellen wurden 2016 personell verstärkt, um in ihrer jeweiligen Region auch jungen Flüchtlingen mit Informationen, Beratung und Begleitung den Einstieg in die duale Ausbildung in Deutschland zu erleichtern. Ergänzt wird dieses Engagement seit dem 01. August 2016 durch die ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren des Senior Experten Service (SES). Aktuell gibt es 32 KAUSA Servicestellen im Bundesgebiet.

 

Finanzierung und Projektbegleitung

Die KAUSA Servicestellen werden als JOBSTARTER- und JOBSTARTER plus-Projekte aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

„Stärkung der beruflichen Bildung: Mit dem Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen. Die JOBSTARTER plus-Projekte unterstützen mit konkreten Dienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung und tragen so zur Fachkräftesicherung bei. Durchgeführt wird das Programm von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).“

 

Die KAUSA Servicestellen werden vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) koordiniert und wissenschaftlich begleitet.

 

Weitere Informationen

Mehr Informationen zu den Aktivitäten rund um KAUSA finden Sie hier.

Eine Landkarte mit allen KAUSA-Servicestellen finden Sie hier.

Mehr Informationen zum Förderprogramm JOBSTARTER plus finden Sie hier.

 

Literatur und Quellen

  • Gesichter und Geschichten - Migrantinnen und Migranten gründen Unternehmen und bilden aus;  JOBSTARTER PRAXIS Band 5; Programmstelle beim BIBB, Bonn 2010
  • www.jobstarter.de/de/kausa-21.php